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Hnefatafl
Hnefatafl ist im Brettspielkatalog erfasst. Gesicherte Eckdaten zu Spielerzahl, Dauer und Alter liegen für diesen Titel noch nicht vor.
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Hnefatafl gehört zu den alten nordischen Brettspielen und ist Teil der sogenannten Tafl-Spiele, einer Familie asymmetrischer Zwei-Personen-Spiele aus dem europäischen Norden. Der Name setzt sich aus den altnordischen Begriffen hnefi, das mit Faust oder Königsfigur übersetzt werden kann, und tafl zusammen, das dem lateinischen tabula verwandt ist und im Deutschen am ehesten mit Tafel oder Spielbrett wiedergegeben wird. Wer sich für die Geschichte alter Brettspiele interessiert, findet in Hnefatafl ein Beispiel mit langer, gut dokumentierter Namensgeschichte.
Woher der Name stammt
Der Name Hnefatafl wird im 20. Jahrhundert häufig wörtlich als Königszabel übersetzt, wobei das Wort Zabel eine frühneuzeitliche Form desselben Begriffs wie tafl ist. Die Wortgeschichte zeigt, dass sowohl das lateinische tabula als auch das germanische tafl im Deutschen letztlich im Wort Tafel zusammenlaufen, das sowohl einen Tisch als auch ein Spielbrett bezeichnen kann. Diese sprachliche Verbindung macht deutlich, wie eng die Bezeichnung des Spiels mit dem Gegenstand verknüpft ist, auf dem gespielt wird, nämlich einer Tafel im Sinne eines Spielbretts.
Wie das Regelwerk überliefert wurde
Ein bekannter Beleg für die Überlieferung der Spielregeln stammt von Carl von Linné, der das bis heute verbreitete Regelwerk auf einer Reise durch Lappland unter dem Namen Tablut kennenlernte. Dieser Name geht auf dieselbe Wortherkunft wie Hnefatafl zurück und zeigt, dass sich das Spiel unter verschiedenen Bezeichnungen im nordischen und samischen Raum verbreitet hatte. Für Interessierte an Spielegeschichte verlangt die Beschäftigung mit Hnefatafl vor allem:
- Interesse an alter Sprach- und Kulturgeschichte
- Geduld beim Nachvollziehen überlieferter Regelwerke
- Freude an einem Spiel mit asymmetrischen Rollen statt gleicher Startbedingungen
Für welche Runde der Titel passt
Hnefatafl passt zu zwei Spielenden, die sich für historische Brettspiele abseits gängiger moderner Titel interessieren und bereit sind, sich mit einem asymmetrischen Regelwerk auseinanderzusetzen, bei dem beide Seiten unterschiedliche Ziele verfolgen. Wer sich zusätzlich für die sprachliche und kulturelle Herkunft eines Spiels interessiert, findet in der Geschichte rund um Namen wie Tablut und Königszabel einen zusätzlichen Reiz. Für Runden, die vor allem schnelle, moderne Partyspiele suchen, ist dieser traditionelle Titel weniger passend, da hier die Auseinandersetzung mit einem historischen Regelwerk im Vordergrund steht.
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Häufige Fragen zu Hnefatafl
Woher stammt der Name Hnefatafl?
Der Name setzt sich aus hnefi, übersetzt mit Faust oder Königsfigur, und tafl zusammen, das mit dem lateinischen tabula verwandt ist und im Deutschen als Tafel oder Spielbrett verstanden wird. Im 20. Jahrhundert wurde daraus häufig die wörtliche Übersetzung Königszabel abgeleitet, wobei Zabel eine ältere Form desselben Wortes ist.
Was hat Carl von Linné mit dem Spiel zu tun?
Carl von Linné lernte auf einer Reise durch Lappland ein bis heute verbreitetes Regelwerk des Spiels unter dem Namen Tablut kennen. Dieser Name teilt sich dieselbe Wortherkunft wie Hnefatafl und gilt als wichtiger historischer Beleg dafür, wie sich das Spiel unter verschiedenen Bezeichnungen im nordischen Raum verbreitet hat.
Für wen ist Hnefatafl interessant?
Der Titel spricht vor allem Menschen an, die sich für alte, historisch überlieferte Brettspiele und deren Sprachgeschichte interessieren. Da das Spiel auf zwei Spielende mit unterschiedlichen Rollen ausgelegt ist, eignet es sich besonders für Paare oder feste Spielpartner, die sich gezielt mit einem traditionellen Regelwerk auseinandersetzen möchten.
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Zuletzt geprüft am 07.09.2026.